Sie erstellen einen trackbaren Deeplink im Publisher-Dashboard, per Bookmarklet oder über eine API, und in allen drei Fällen landet Ihre Publisher-ID automatisch im Link. Der fertige Deeplink enthält typischerweise Parameter wie si, wi oder li sowie optional eine SubID für eigenes Placement-Tracking. Welche Methode am schnellsten zum Ziel führt und worauf Sie dabei konkret achten, zeigen wir Ihnen Schritt für Schritt.
Kurz gesagt:
- Prüfen Sie bei mehreren Kampagnen vor dem Speichern die Händlerkennung; eine falsche Zuordnung kann Umsatz ungezählt lassen, und SubIDs trennen Kanäle.
- Bei großen Katalogen lohnt sich die Massenverarbeitung per API; kodieren Sie das Zielsegment hinter dl korrekt und speichern Sie Zugangsschlüssel getrennt vom Produktivcode.
- Bei mobilen Kampagnen testen Sie den Link mit installierter App und ohne, denn nur so prüfen Sie, ob die Weiterleitung zur Produktseite funktioniert.
- Nutzen Sie in SubIDs keine Namen oder Mailadressen; anonyme Kürzel reichen für die Kanalauswertung und vermeiden personenbezogene Daten bei der Zuordnung.
- Kennzeichnen Sie Beiträge mit Partnerlinks gleich am Anfang sichtbar als Werbung; ein allgemeiner Vermerk im Impressum genügt allein dafür nicht.
Inhaltsverzeichnis
- Schritt für Schritt: Deeplink im Publisher-Dashboard erstellen
- Deeplinks unterwegs erstellen: Browser-Erweiterungen und Bookmarklets
- Automatisierung: Deeplinks per API oder Bulk-Generierung
- Technische Tracking-Parameter verstehen: aid, affid, wi und SubID
- Mobile Fallstricke: App-Schemes, Deferred Deep Linking und OneLink
- Kennzeichnung, rechtliche Pflichten und Werberecht
- Schnellcheck: Deeplink vor dem Livegang testen
- Wann Deeplinks allein nicht ausreichen
- Deeplinks mit Lead-Management verbinden: unser Ansatz bei PromptMarketer
- FAQ
- Quellen
Schritt für Schritt: Deeplink im Publisher-Dashboard erstellen
Ein Deeplink leitet Besucher direkt zu einer Produktseite und sorgt gleichzeitig dafür, dass Ihre Publisher-ID korrekt mitgetrackt wird. Die meisten Affiliate-Netzwerke bieten dafür einen Link-Builder im Dashboard, der in wenigen Klicks einen fertigen Link erzeugt.
- Fügen Sie die Ziel-URL des Produkts ein und wählen Sie zwischen automatischer Erkennung der Kampagne oder manueller Auswahl.
- Bestimmen Sie Kampagne beziehungsweise Merchant-ID, falls die Auto-Erkennung die falsche Kampagne vorschlägt.
- Wählen Sie Ihr Medium beziehungsweise Ihre Website-ID und legen Sie das Ausgabeformat fest, etwa als reine URL, als HTML-Code oder als QR-Code.
- Tragen Sie optional eine SubID oder weitere Werbemittel-Kennungen ein, um Placements später sauber auseinanderzuhalten.
- Generieren Sie den Link und speichern Sie ihn direkt in Ihrer Link-Übersicht.
Nach der Daisycon-Publisher-FAQ läuft genau dieser Ablauf ab: URL einfügen, Kampagne per Auto-Erkennung oder manuell wählen, Medium festlegen und zwischen URL, HTML oder QR-Code als Ausgabeformat entscheiden. Das SubID-Feld bleibt dabei optional, lohnt sich aber fast immer, sobald Sie über mehr als einen Kanal bewerben. Wer mehrere Kampagnen gleichzeitig betreut, sollte die Merchant-Auswahl vor dem Speichern noch einmal prüfen, denn eine falsch zugeordnete Kampagne führt später zu nicht gezähltem Umsatz.
Deeplinks unterwegs erstellen: Browser-Erweiterungen und Bookmarklets
Wenn Sie beim Surfen spontan auf ein passendes Produkt stoßen, ist ein Bookmarklet oder eine Browser-Erweiterung meist schneller als der Weg über das Dashboard. Ein Klick genügt, und das Tool liest die aktuelle Seiten-URL aus, erkennt die passende Kampagne und baut den Deeplink mit Ihrer Publisher-ID automatisch zusammen.
- Rakuten Advertising bietet dafür ein LinkGenerator-Bookmarklet, das ganz ohne Dashboard-Login funktioniert.
- Daisycon stellt vergleichbare Browser-Erweiterungen bereit, die direkt im Tab einen fertigen Deeplink erzeugen.
- Scheitert die automatische Erkennung, wählen Sie Kampagne, Merchant-ID und Medium manuell nach, bevor Sie den Link kopieren.
- Nicht jede Produktseite lässt sich verlinken: Manche Advertiser sperren bestimmte URLs für Deeplinking, was das Tool meist mit einer Fehlermeldung quittiert.
Laut Rakuten müssen Publisher bei mehreren hinterlegten MIDs besonders genau hinschauen, welches Konto gerade aktiv ist, sonst landet die Provision beim falschen Programm.
Profi-Tipp: Pinnen Sie das Bookmarklet in die Lesezeichenleiste Ihres Browsers, dann erstellen Sie Deeplinks direkt von der Produktseite aus, ohne zwischendurch das Tab zu wechseln.
Automatisierung: Deeplinks per API oder Bulk-Generierung
Sobald Sie hunderte Produkte gleichzeitig bewerben oder Kampagnen automatisiert ausspielen, wird die manuelle Erstellung zum Flaschenhals. Für diesen Fall bieten viele Netzwerke eine API an, mit der Sie Deeplinks direkt aus Ihrem Produktfeed generieren.
- Setzen Sie Bulk- oder API-Generierung ein, sobald Sie große Produktkataloge oder automatisierte Kampagnen pflegen.
- Codieren Sie das Pfadsegment hinter dem &dl=-Parameter korrekt per URL-Encoding, denn ein unkodiertes Segment bricht die Generierung oder den späteren Redirect.
- Bauen Sie ein eigenes Mapping zwischen Produkt-URLs und Kampagnen-IDs auf, statt die Publisher-ID direkt in Rohfeeds zu erwarten.
- Speichern Sie API-Keys sicher und getrennt vom Produktivcode, idealerweise in einem Secrets-Manager statt im Feed selbst.
- Definieren Sie vorab eine feste SubID-Konvention, damit automatisiert erzeugte Links später sauber auswertbar bleiben.
Für Teams, die zusätzlich ihre SEO- und Reporting-Workflows automatisieren wollen, lohnt ein Blick auf KI-gestützte SEO-Automatisierung als ergänzenden Ansatz zur technischen Deeplink-Pflege.
Technische Tracking-Parameter verstehen: aid, affid, wi und SubID
Jeder Deeplink trägt eine Reihe von Parametern, die festlegen, wem eine Conversion zugerechnet wird. Gängige Bezeichnungen sind si, wi, li, aid oder affid, je nach Netzwerk, während der eigentliche Zielpfad meist hinter einem &dl=-Parameter steckt.
- Die Publisher-ID, etwa als aid, affid oder wi bezeichnet, identifiziert Sie gegenüber dem Advertiser und muss in jedem Deeplink enthalten sein.
- SubID, Submerchant- oder Website-ID-Felder dienen dem Placement- und Kanaltracking, damit Sie Banner, Newsletter und Social Posts getrennt auswerten können.
- Nach AppsFlyer sind SubIDs und clickref-Parameter nützlich für die Attribution, dürfen aber keine Rückschlüsse auf einzelne Personen zulassen.
Wichtig: Tragen Sie niemals Namen, E-Mail-Adressen oder andere personenbezogene Daten in eine SubID ein. Das widerspricht der DSGVO und bringt beim Reporting ohnehin keinen Mehrwert, denn anonyme Kanalkürzel reichen für eine saubere Auswertung völlig aus.
Mobile Fallstricke: App-Schemes, Deferred Deep Linking und OneLink
Auf mobilen Geräten wird es komplizierter, denn klassische App-URI-Schemes scheitern häufig, wenn die Ziel-App noch nicht installiert ist. Der Link läuft dann ins Leere oder öffnet ersatzweise den Browser.
Deferred Deep Linking löst dieses Problem: Nutzer landen zunächst im App Store, und nach der Installation führt die App sie automatisch zur ursprünglich gemeinten Produktseite. AppsFlyer empfiehlt dafür OneLink-artige Infrastrukturen, die iOS und Android über einen einzigen Link bedienen und so plattformübergreifende Redirects deutlich vereinfachen.

Testen Sie deshalb beide Szenarien vor dem Livegang: einmal mit installierter App, einmal ohne. Nur so sehen Sie, ob der Nutzer wirklich dort ankommt, wo er landen soll.
Kennzeichnung, rechtliche Pflichten und Werberecht
Affiliate-Deeplinks sind Werbung, und Werbung muss klar erkennbar sein. Nach dem UWG drohen bei fehlender oder versteckter Kennzeichnung wettbewerbsrechtliche Abmahnungen.
- Kennzeichnen Sie Beiträge mit Affiliate-Links deutlich sichtbar, etwa mit dem Hinweis „Werbung“ oder „Affiliate-Link“, direkt am Anfang des Beitrags.
- Ergänzen Sie bei Bedarf einen generellen Hinweis in Impressum oder auf einer Transparenzseite, der Ihre Affiliate-Tätigkeit grundsätzlich erklärt.
- Vermeiden Sie irreführende Formulierungen, die den werblichen Charakter verschleiern, etwa getarnte Produktempfehlungen ohne jeden Hinweis.
Bei Podcasts, Videos oder anderen Formaten mit Rundfunkbezug gelten teils zusätzliche Anforderungen, die Sie im Zweifel rechtlich prüfen lassen sollten.
Schnellcheck: Deeplink vor dem Livegang testen
Bevor ein Deeplink live geht, lohnt sich ein kurzer, aber konsequenter Test. Fehler fallen hier günstiger auf als erst im laufenden Reporting.
- Öffnen Sie den Link in mehreren Browsern und auf mindestens einem mobilen Gerät, um die Landung zu prüfen.
- Kontrollieren Sie per Entwicklertools oder Proxy-Log, ob Ihre SubID tatsächlich beim Advertiser ankommt.
- Prüfen Sie, ob das Pfadsegment hinter dem &dl=-Parameter korrekt decodiert und auf die richtige Produktseite geleitet wird.
- Spielen Sie bei App-Kampagnen beide Mobilflows durch, einmal mit und einmal ohne installierte App.
- Richten Sie, wo möglich, ein Monitoring mit Alerts bei 404-Fehlern ein und prüfen Sie Ihre Linkliste regelmäßig auf tote Verweise.
Profi-Tipp: Legen Sie sich eine feste Testroutine für neue Kampagnen an, dann fallen gesperrte Deeplinks oder falsch zugeordnete Merchant-IDs auf, bevor Traffic verloren geht.
Wann Deeplinks allein nicht ausreichen
Deeplinks sind ein zuverlässiges Werkzeug, lösen aber nicht jedes Tracking-Problem allein. Wer stabile Zahlen will, kombiniert sie oft mit serverseitigem Tracking und cookielosen Architekturen, die weniger anfällig für Browser-Restriktionen sind. Wie das konkret aussieht, beschreiben wir in unserem Beitrag zu cookielosem Tracking im Partnerprogramm. Eine feste SubID-Konvention und automatisierte Monitoring-Jobs bleiben dabei die pragmatischste Ergänzung.
— Mark
Deeplinks mit Lead-Management verbinden: unser Ansatz bei PromptMarketer
Deeplinks tracken den Klick, doch was danach mit dem Kontakt passiert, entscheidet oft über den eigentlichen Umsatz. Genau an diesem Punkt setzen wir mit PromptMarketer an: Wir verbinden Funktionen mit KI-generierten Ansprachevorlagen und automatischer Lead-Anreicherung, sodass aus einem getrackten Klick ein vollständig angereicherter Kontakt wird.

Das lohnt sich besonders, wenn Sie Ihr Tracking nicht isoliert betreiben, sondern mit Lead-Workflows und persönlicher Ansprache verknüpfen möchten.
- Die KI erstellt personalisierte Nachrichten für Leads, basierend auf hinterlegtem Wissen.
- Neue Kontakte erhalten automatisch angereicherte Daten.
- Firmenprofile lassen sich schnell integrieren, statt lange Inhalte neu aufzubauen.
Mehr zu unserer Plattform und zur Testphase finden Sie auf der PromptMarketer-Produktseite.
FAQ
Wie verdient man Geld mit Affiliate-Links?
Sie verdienen, indem Sie über einen Deeplink Besucher zu einer Produktseite schicken und das Netzwerk die Publisher-ID im Link erkennt. Kommt es zum Kauf oder einer definierten Aktion, schreibt das Programm Ihnen eine Provision gut, deren Höhe je nach Partnerprogramm und Kategorie variiert.
Ist Affiliate-Marketing seriös?
Affiliate-Marketing ist ein etabliertes, in Deutschland rechtlich geregeltes Geschäftsmodell, solange Werbung korrekt gekennzeichnet wird. Nach dem UWG muss jeder Affiliate-Link klar als Werbung erkennbar sein, sonst drohen wettbewerbsrechtliche Konsequenzen.
Welche Affiliate-Partnerprogramme gibt es?
Zu den bekannten Affiliate-Netzwerken zählen Daisycon und Rakuten Advertising, die beide Publisher-Dashboards, Link-Builder und Bookmarklets zur Deeplink-Erstellung bereitstellen. Daneben gibt es zahlreiche programmeigene Partnerprogramme einzelner Händler, die oft direkt über solche Netzwerke laufen.
Was bedeutet Referral Link im Unterschied zu einem Deeplink?
Ein Referral Link verweist meist allgemein auf eine Startseite oder Anmeldeseite und trägt Ihre Empfehlungs-ID. Ein Deeplink dagegen führt gezielt zu einer bestimmten Produktseite und enthält zusätzlich Tracking-Parameter wie si, wi oder eine SubID für genaueres Placement-Reporting.
Quellen
- Deeplinks, was ist das und wie kann ich sie nutzen? – Daisycon Publisher FAQ
- LinkGenerator Bookmarklet – Publisher Hilfezentrum (Rakuten Advertising)
- Anhang UWG - Einzelnorm
- Deferred Deep Linking – AppsFlyer Glossary
