Eine wirksame Zielgruppen-Persona zu erstellen bedeutet: einen konkreten, fiktiven Prototyp entwickeln, der die Motive, Ziele und Entscheidungslogik einer realen Kundengruppe verdichtet. Kein Wunschkunde, kein Bauchgefühl. Eine Persona ist ein datenbasiertes Nutzerprofil, das qualitative und quantitative Erkenntnisse zu einer greifbaren, handlungsleitenden Figur zusammenführt.
Der Kernablauf folgt sechs Schritten:
- Ziel definieren (Leadgenerierung, Produktentwicklung, Kaltakquise)
- Daten sammeln aus CRM, Analytics und Interviews
- Muster clustern und Gemeinsamkeiten herausarbeiten
- Profil ausformulieren mit Name, Zielen, Einwänden und Kanalpräferenzen
- Validieren durch kurze Interviews mit Bestandskunden
- Intern verankern in CRM, Vertrieb und Produktteam
Sofortmaßnahme: Wählen Sie eine primäre Persona für Ihren wichtigsten Anwendungsfall und planen Sie qualitative Interviews. Mehr brauchen Sie für den Start nicht. Leadfeeder zeigt, dass im B2B-Bereich mehrere Personas die große Mehrheit der Deals abdecken. Wer mit einer startet und sie sauber validiert, kommt schneller zu verwertbaren Ergebnissen als jemand, der sechs Personas gleichzeitig baut und keine davon wirklich kennt.
Inhaltsverzeichnis
- Wie erstellen Sie eine Persona Schritt für Schritt?
- Welche Daten brauchen Sie für eine valide Persona?
- Wie sieht eine ausgefüllte Persona-Vorlage aus?
- Was ist der Unterschied zwischen Zielgruppe und Persona?
- Wie viele Personas brauchen Sie wirklich?
- Wie validieren und verankern Sie Personas im Team?
- Wie setzen Sie Personas in der automatisierten Ansprache ein?
- Wichtige Erkenntnisse
- Was die meisten Teams bei Personas falsch machen
- Persona-basierte Ansprache skalieren mit Promptmarketer
- Nützliche Quellen und Vorlagen für Deutschland
Wie erstellen Sie eine Persona Schritt für Schritt?
Der Prozess klingt einfacher, als er in der Praxis ist. Die meisten Teams stolpern nicht beim Ausfüllen eines Templates, sondern davor: beim Definieren des Ziels und beim Erheben echter Daten. Hier ist, was in jedem Schritt wirklich zählt.
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Ziel definieren. Legen Sie fest, wofür die Persona genutzt wird. Eine Persona für Kaltakquise-E-Mails braucht andere Felder als eine für Produktentscheidungen. Definieren Sie auch, woran Sie den Erfolg messen: Antwortquote, Conversion-Rate, MQL-zu-SQL-Rate.
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Recherche-Plan erstellen. Welche Datenquellen ziehen Sie heran? Wer aus dem Vertrieb, Support oder Produktteam bringt relevante Einblicke? Legen Sie einen Interview-Guide mit mehreren offenen Fragen an, bevor Sie das erste Gespräch führen. Beispiele: „Welches Problem hat Sie dazu gebracht, nach einer Lösung zu suchen?“ oder „Was hat Sie fast davon abgehalten, zu kaufen?“
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Daten sammeln. Kombinieren Sie CRM-Auswertungen, Google-Analytics-Segmente, Support-Tickets und mehrere qualitative Interviews. Quantitative Daten zeigen, was passiert. Interviews zeigen, warum. Beides zusammen ergibt ein belastbares Bild.
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Muster erkennen und clustern. Legen Sie alle Interview-Notizen nebeneinander. Markieren Sie wiederkehrende Formulierungen, Ziele und Einwände. Affinity Mapping auf einem digitalen Whiteboard (Miro, FigJam) hilft dabei, Cluster sichtbar zu machen. Entscheidend: Clustern Sie nach Entscheidungslogik und Kaufmotiv, nicht nach Alter oder Berufsbezeichnung.
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Profil ausformulieren. Geben Sie der Persona einen Namen, ein Foto (Stock-Bild reicht), Hauptziele, konkrete Pain Points, typische Einwände, bevorzugte Kanäle und ein wörtliches Zitat aus einem echten Interview. Halten Sie das Profil auf einer Seite. Wer mehr als eine Seite braucht, hat zu viele Details aufgenommen, die niemand im Alltag nutzt.
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Validieren und iterieren. Testen Sie das Profil mit zwei bis drei Bestandskunden: Erkennen sie sich darin wieder? Passen Sie an, wo die Realität abweicht. GoldenWing empfiehlt, Personas als lebendige Werkzeuge zu behandeln und mindestens einmal jährlich zu aktualisieren.
Profi-Tipp: Starten Sie mit einer Proto-Persona, wenn Sie noch keine Interviewdaten haben. Schreiben Sie auf, was Sie über Ihre Kunden zu wissen glauben, und markieren Sie jede Annahme als solche. Dann validieren Sie diese Annahmen systematisch. Eine Proto-Persona ist kein Ersatz für echte Daten, aber ein guter Ausgangspunkt.
Typische Fehler: Personas aus dem Bauchgefühl heraus erstellen, ohne eine einzige Kundenaussage einzuholen. Oder das Gegenteil: so viele Details sammeln, dass das Profil 12 Seiten lang wird und niemand es je wieder öffnet. Beide Extreme machen die Persona wertlos.

Welche Daten brauchen Sie für eine valide Persona?
Die Qualität einer Persona steht und fällt mit der Datenbasis. Wer nur CRM-Felder auswertet, kennt das Verhalten, aber nicht die Motive. Wer nur Interviews führt, hat Motive, aber keine repräsentativen Muster. Erst die Kombination ergibt ein Bild, auf das Sie Messaging und Kanalwahl stützen können.

| Datenquelle | Art | Was sie liefert | Empfohlene Menge |
|---|---|---|---|
| CRM-Daten | Quantitativ | Kaufhistorie, Segmente, Deal-Größen | Alle verfügbaren Datensätze |
| Google Analytics / GA4 | Quantitativ | Nutzerverhalten, Einstiegsseiten, Abbruchpunkte | Mindestens 3 Monate |
| E-Mail-Öffnungs- und Klickdaten | Quantitativ | Themeninteressen, Engagement-Muster | Letzte 6 Monate |
| Tiefeninterviews (Kunden) | Qualitativ | Motive, Einwände, Entscheidungslogik | 5–15 pro Persona |
| Support-Tickets | Qualitativ | Wiederkehrende Probleme, Formulierungen | 30–50 Tickets |
| Sales-Call-Notizen | Qualitativ | Einwände, Kaufhürden, Wettbewerbsvergleiche | Alle verfügbaren |
Recruiting für Interviews im deutschen Markt: Fragen Sie bestehende Kunden direkt per E-Mail an, mit einem kurzen Erklärungstext, warum das Gespräch für sie nützlich ist. Ein kleines Dankeschön (Amazon-Gutschein, 20–30 €) erhöht die Rücklaufquote spürbar. Achten Sie darauf, dass Sie die Einwilligung zur Gesprächsaufzeichnung schriftlich einholen und die Daten DSGVO-konform speichern. Für die Auswahl der Gesprächspartner gilt: Nehmen Sie keine ausschließlich zufriedenen Kunden, da unterschiedliche Kundentypen wertvolle Einblicke liefern.
Wann haben Sie genug Daten? Wenn sich in den Interviews dieselben Themen, Formulierungen und Einwände wiederholen, ohne dass neue Muster auftauchen, haben Sie die Sättigung erreicht. Das kann bei homogenen Zielgruppen mit relativ wenigen Gesprächen der Fall sein.
Wie sieht eine ausgefüllte Persona-Vorlage aus?
Das Template unten enthält alle Pflichtfelder. Legen Sie es als wiederverwendbare Datei in Ihrem CRM oder Projektmanagement-Tool ab, damit das gesamte Team auf dieselbe Version zugreift.

| Template-Feld | Beschreibung |
|---|---|
| Name & Foto | Fiktiver Vorname, Stock-Foto für Wiedererkennbarkeit |
| Rolle / Position | Berufsbezeichnung, Unternehmensgröße, Branche |
| Demografie | Alter, Standort, Bildungsgrad (nur wenn entscheidungsrelevant) |
| Hauptziele | 2–3 konkrete berufliche oder persönliche Ziele |
| Pain Points | Die 2–3 drängendsten Probleme, die die Persona lösen will |
| Entscheidungslogik | Wie trifft sie Kaufentscheidungen? Allein oder im Team? |
| Bevorzugte Kanäle | LinkedIn, E-Mail, Telefon, Messen, Fachpublikationen |
| Typische Einwände | Was hält sie vom Kauf ab? |
| Zitat | Ein wörtliches Zitat aus einem echten Interview |
| KPIs | Woran messen Sie, ob das Messaging für diese Persona funktioniert? |
| Validierungsquelle | Welche Daten oder Interviews belegen das Profil? |
Ausgefülltes Beispiel B2B: Markus, Marketingleiter im KMU
- Rolle: Marketingleiter, 30–50 Mitarbeiter, produzierendes Gewerbe, Deutschland
- Hauptziele: Mehr qualifizierte Leads mit kleinerem Team generieren; Vertrieb entlasten
- Pain Points: Zu wenig Zeit für Strategie, weil operative Aufgaben dominieren; Budget für externe Agenturen fehlt
- Entscheidungslogik: Entscheidet meist allein, holt aber Geschäftsführer bei Investitionen über 500 € monatlich ins Boot
- Bevorzugte Kanäle: LinkedIn, Fach-Newsletter, persönliche Empfehlungen
- Typischer Einwand: „Wir haben das schon mit einem anderen Tool versucht, das hat nicht funktioniert.“
- Zitat: „Ich brauche etwas, das sofort funktioniert, ohne dass ich drei Monate Einarbeitung brauche.“
- Kaltakquise-Messaging: Betreff: „Leads ohne Agenturbudget“ / Hook: Direkte Referenz auf typische KMU-Situation / CTA: 15-Minuten-Demo buchen
Ausgefülltes Beispiel B2C: Lena, vielreisende Privatperson
- Rolle: Angestellte, 28–40, reist 6–10 Mal pro Jahr, Deutschland
- Hauptziele: Reisen stressfrei planen, Kosten im Blick behalten
- Pain Points: Zu viele Buchungsplattformen, kein Überblick über Ausgaben
- Bevorzugte Kanäle: Instagram, YouTube, E-Mail-Newsletter von Reise-Blogs
- Typischer Einwand: „Ich vertraue nur Empfehlungen von echten Menschen, keine Werbung.“
- Kanalstrategie: Authentischer Content auf Instagram, Vergleichsartikel mit konkreten Zahlen
Speichern Sie beide Personas als PDF und verlinken Sie sie direkt im CRM-Profil der jeweiligen Kundensegmente. So hat der Vertrieb beim nächsten Call sofort den richtigen Kontext.
Was ist der Unterschied zwischen Zielgruppe und Persona?
Kurz gesagt: Die Zielgruppe ist das Segment, die Persona ist die Person darin. Beide Werkzeuge haben ihren Platz, aber sie beantworten unterschiedliche Fragen.
Eine Zielgruppe beschreibt ein aggregiertes Marktsegment: „Männer, 35–50, Einkommen über 60.000 € jährlich, wohnhaft in Großstädten.“ Das reicht für Mediaplanung und Budgetallokation. Für Messaging, Landingpage-Texte oder ein Kaltakquise-Skript ist es zu grob. Hier brauchen Sie eine Persona, die erklärt, warum jemand kauft, welche Einwände er hat und welche Formulierung ihn abholt.
Zielgruppe vs. Persona auf einen Blick:
- Zielgruppe: Aggregiertes Segment, demografisch und sozioökonomisch beschrieben; geeignet für Mediaplanung, Budgetentscheidungen, grobe Kanalwahl
- Persona: Konkreter Prototyp mit Motiven, Entscheidungslogik und Verhaltensmustern; geeignet für Messaging, Sales-Skripte, Landingpage-Texte, Produktentscheidungen
- Risiko Zielgruppe: Zu unspezifisch für personalisierte Kommunikation; führt zu generischen Botschaften
- Risiko Persona: Overfitting auf einen Einzelfall, wenn die Datenbasis zu schmal ist
- Typischer Use Case Zielgruppe: Google-Ads-Targeting, Printanzeigen, Messeplanung
- Typischer Use Case Persona: E-Mail-Sequenzen, LinkedIn-Outreach, Produktfeature-Priorisierung
PURE Consultant bringt es auf den Punkt: Der größte Mehrwert entsteht, wenn man die Hürden im Kaufprozess versteht und die Kommunikation gezielt darauf ausrichtet. Demografische Daten allein liefern das nicht.
Wie viele Personas brauchen Sie wirklich?
Die ehrliche Antwort: weniger, als die meisten Teams denken. Starten Sie mit einer, maximal zwei primären Personas. Erst wenn Sie diese sauber validiert haben und die Datenlage eine weitere Segmentierung rechtfertigt, bauen Sie aus.
One.com empfiehlt je nach Komplexität 3–6 Personas, mit einem Einstieg bei 1–2. Leadfeeder zeigt, dass im B2B-Bereich mehrere Personas die große Mehrheit der Deals abdecken. Das bedeutet: Wer mit vier gut validierten Personas arbeitet, deckt den relevanten Teil seines Marktes ab.
- Starten Sie mit 1–2 primären Personas für Ihre umsatzstärksten Segmente.
- Priorisieren Sie nach Umsatzpotenzial und strategischer Bedeutung, nicht nach Sympathie oder Häufigkeit im CRM.
- Splitten Sie eine Persona, wenn sich die Entscheidungslogik grundlegend unterscheidet, also wenn zwei Gruppen dasselbe Produkt aus völlig verschiedenen Gründen kaufen.
- Führen Sie Personas zusammen, wenn der einzige Unterschied demografisch ist, das Verhalten und die Kaufmotive aber identisch sind.
- Nutzen Sie Proto-Personas für schnelle Projekte: Annahmen aufschreiben, als Hypothese kennzeichnen, dann mit echten Daten validieren. CERTNOE warnt ausdrücklich davor, Proto-Personas ohne Validierung als Grundlage für strategische Entscheidungen zu nutzen.
Mehr als sechs Personas sind in der Praxis kaum handhabbar. Teams, die mehr als sechs Personas pflegen, nutzen in der Regel keine davon konsequent.
Wie validieren und verankern Sie Personas im Team?
Eine Persona, die im Ordner liegt, ist wertlos. Der eigentliche Hebel liegt in der Einbettung in den Arbeitsalltag von Vertrieb, Marketing und Produktteam.
Validierungsmethoden:
- Quick-Check mit 2–3 Bestandskunden: Zeigen Sie ihnen das Profil und fragen Sie, ob sie sich darin wiedererkennen.
- Micro-A/B-Test: Testen Sie zwei Betreffzeilen oder Hooks, die auf unterschiedliche Pain Points der Persona abzielen. Die Antwortquote zeigt, welche Annahme stimmt.
- Abgleich mit Support-Daten: Tauchen die Pain Points der Persona regelmäßig in Support-Tickets auf? Wenn nicht, stimmt etwas nicht.
KPI-Vorschläge für die Erfolgsmessung:
- Conversion-Lift auf persona-spezifischen Landingpages (Vorher-Nachher-Vergleich)
- MQL-zu-SQL-Rate nach Persona-Segment
- Antwortquote auf Kaltakquise-E-Mails, segmentiert nach Persona
Interner Rollout:
- Persona-Workshop mit Vertrieb und Marketing (90 Minuten reichen für den Start)
- Sales-Cheat-Sheet: eine Seite pro Persona mit den wichtigsten Einwänden und Antworten
- Persona-Attribute als CRM-Felder anlegen, damit Vertriebsmitarbeiter beim nächsten Call sofort sehen, mit welchem Typ sie es zu tun haben
- Feedback-Loop: Vertrieb und Support melden monatlich, wenn Kundenaussagen nicht mehr zum Profil passen
Speicherort und Verantwortlichkeit von Anfang an klären. Wer pflegt die Personas? Wann werden sie aktualisiert? Ohne klare Antworten auf diese Fragen veralten Personas still.
Profi-Tipp: Priorisieren Sie kleine, schnell messbare Experimente, bevor Sie große Kampagnen umstellen. Ein A/B-Test mit 200 E-Mails zeigt Ihnen in zwei Wochen, ob Ihr Persona-Messaging trägt.
Wie setzen Sie Personas in der automatisierten Ansprache ein?
Personas entfalten ihren Wert erst, wenn sie in konkrete Nachrichten übersetzt werden. Hier ist eine bewährte Sequenz für persona-basierte Kaltakquise per E-Mail, angelehnt an die Struktur, die RecruitPilot für B2B-Outreach empfiehlt:
- Betreff: 3–6 Wörter, direkt auf den Pain Point der Persona zugeschnitten. Kein Clickbait, keine Fragen, die jeder stellt.
- Hook: Ein Satz, der zeigt, dass Sie die Situation der Persona kennen. Kein allgemeines Lob, kein „Ich hoffe, diese E-Mail findet Sie gut.“
- Wertversprechen: Konkret, in einem Satz. Was ändert sich für die Persona, wenn sie mit Ihnen spricht?
- Social Proof: Eine Zahl, ein Kundenname oder ein konkretes Ergebnis. Kein generisches „viele Kunden vertrauen uns.“
- CTA: Eine einzige, klare Handlungsaufforderung. Kein „Lassen Sie mich wissen, ob Sie Interesse haben.“
Die gesamte E-Mail sollte unter einer Minute lesbar sein.
Deliverability-Checkliste:
- Domain-Reputation prüfen (SPF, DKIM, DMARC korrekt konfiguriert)
- Keine Spam-Trigger-Wörter im Betreff
- Maximal ein Link pro E-Mail in der Kaltakquise
- Absender-Adresse mit echter Person, kein „info@“ oder „noreply@“
MailGenius macht darauf aufmerksam, dass technisch saubere Zustellbarkeit oft wichtiger ist als der kreativste Text. Eine perfekte E-Mail, die im Spam-Ordner landet, bringt nichts.
Datenanreicherung im CRM: Hinterlegen Sie Persona-Attribute als eigene Felder, zum Beispiel „Entscheidungslogik“, „bevorzugter Kanal“ und „Haupteinwand“. So können Automations-Tools gezielt nach Persona-Typ filtern und die richtige Sequenz auslösen. Für LinkedIn-Outreach gilt dasselbe Prinzip: Persona-spezifische Anknüpfungspunkte (geteilte Gruppe, aktueller Beitrag, Jobwechsel) erhöhen die Antwortrate deutlich. Praxisbeispiele für B2B-Kampagnen auf LinkedIn zeigen, wie kanalbezogenes Targeting und persona-basiertes Messaging zusammenspielen.
Promptmarketer ermöglicht es, Persona-Profile direkt als Vorlagen zu hinterlegen und daraus skalierte, personalisierte Outreach-Sequenzen zu generieren, ohne jede Nachricht manuell anzupassen.
DSGVO-Hinweis: Personenbezogene Daten, die Sie für die Persona-Erstellung erheben, dürfen nur mit ausdrücklicher Einwilligung und zweckgebunden verarbeitet werden. Dieser Artikel ist allgemeine Information und kein Rechtsrat. Klären Sie den konkreten Umgang mit Kundendaten mit einem Datenschutzbeauftragten.
Wichtige Erkenntnisse
Wer eine Persona auf Basis echter Interviews und CRM-Daten erstellt, validiert und intern verankert, erzielt spürbar präzisere Ergebnisse in Messaging, Kaltakquise und Produktentscheidungen als jedes Bauchgefühl-Segment.
| Thema | Details |
|---|---|
| Startpunkt | Mit einer primären Persona beginnen, mehrere Interviews führen, dann ausbauen. |
| Anzahl Personas | Im B2B decken mehrere Personas die große Mehrheit der Deals ab; mehr als sechs sind kaum handhabbar. |
| Entscheidungslogik | Wichtiger als Demografie: Warum kauft jemand, und was hält ihn davon ab? |
| Aktualisierung | Personas mindestens einmal jährlich überprüfen und an Marktveränderungen anpassen. |
| Promptmarketer | Persona-Vorlagen direkt in der Plattform hinterlegen und für skalierte Outreach-Sequenzen nutzen. |
Was die meisten Teams bei Personas falsch machen
Die häufigste Fehlerquelle ist nicht das Template, sondern die Haltung davor. Viele Teams behandeln die Persona-Erstellung als einmalige Aufgabe, die man abhakt und dann vergisst. Das Ergebnis: ein Dokument, das nach drei Monaten nicht mehr zur Realität passt und trotzdem als Grundlage für Kampagnen dient.
Der zweite klassische Fehler ist Overfitting. Man führt fünf Interviews, findet eine besonders prägnante Person und baut die gesamte Persona um diesen einen Fall herum. Das ist kein Prototyp, das ist ein Porträt. Personas müssen Muster abbilden, keine Einzelfälle.
Was wirklich hilft: Fokus auf die Entscheidungslogik, nicht auf Alter oder Jobtitel. Zwei Marketingleiter aus verschiedenen Branchen können dieselbe Entscheidungslogik haben und auf dasselbe Messaging ansprechen. Zwei Marketingleiter aus derselben Branche können sich in ihrer Kauflogik fundamental unterscheiden. Wer das versteht, baut Personas, die tatsächlich etwas verändern.
Stakeholder früh einbinden, besonders den Vertrieb. Die Kollegen, die täglich mit Kunden sprechen, haben oft die wertvollsten Einblicke und sind gleichzeitig die größten Skeptiker, wenn Personas von oben verordnet werden. Ein 90-minütiger Workshop, in dem das Vertriebsteam aktiv an der Persona mitarbeitet, ist mehr wert als das schönste Dokument, das niemand kennt.
Und schließlich: Personas müssen scheitern dürfen. Wenn ein A/B-Test zeigt, dass das Messaging nicht funktioniert, ist das kein Misserfolg, sondern ein Datenpunkt. Iterieren, anpassen, neu testen.
Persona-basierte Ansprache skalieren mit Promptmarketer
Personas zu erstellen ist der erste Schritt. Der zweite ist, sie in jede Kundenansprache zu übersetzen, ohne dafür stundenlang Nachrichten manuell zu formulieren.

Promptmarketer ist die KI-Vertriebsplattform für Network-Marketing-Unternehmer, die genau diesen zweiten Schritt automatisieren wollen. Sie hinterlegen Ihre Persona-Profile direkt in der Plattform und erhalten daraus vorkonfigurierte Outreach-Sequenzen, die auf die Entscheidungslogik, Einwände und Kanalpräferenzen Ihrer Zielgruppe zugeschnitten sind. Die integrierte Lead-Verwaltung reichert Kontaktdaten automatisch mit E-Mail-Adressen, Mobilnummern und Social-Media-Profilen an, sodass Sie immer mit vollständigen Datensätzen arbeiten. Kein manuelles Recherchieren, kein Copy-Paste aus verschiedenen Tools.
Der konkrete Vorteil gegenüber einem generischen E-Mail-Tool: Promptmarketer kombiniert getestete Nachrichten-Vorlagen aus einem kuratierten Marktplatz mit Ihrer eigenen Persona-Logik. Sie starten sofort mit Ansprache, statt Wochen in die Erstellung von Inhalten zu investieren. Testen Sie die Plattform mit einer einzigen Persona-Pilotkampagne und messen Sie die Antwortquote. Jetzt kostenlos testen und Ihre erste Persona-Sequenz in wenigen Minuten einrichten.
Nützliche Quellen und Vorlagen für Deutschland
Für den Einstieg und die Vertiefung empfehlen sich diese Ressourcen:
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GoldenWing: Buyer Personas erstellen: Ausführlicher deutschsprachiger Leitfaden mit Schritt-für-Schritt-Prozess, Validierungsempfehlungen und Hinweisen zur jährlichen Aktualisierung. Gut geeignet als Referenz für Teams, die den Prozess strukturiert aufsetzen wollen.
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One.com: Personas erstellen: Kompakter Einstieg mit B2B- und B2C-Beispielen sowie klarer Abgrenzung zwischen Zielgruppe und Persona. Nützlich für schnelle Orientierung.
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PURE Consultant: Personas vs. Zielgruppen: Klare Gegenüberstellung beider Werkzeuge mit Empfehlungen, wann welches Instrument passt.
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Wemaco Blog: Praxisartikel zu Persona-Ausgestaltung, Content-Strategie und Recruiting; nützlich für die Ausarbeitung einzelner Persona-Felder.
DSGVO-Hinweis: Beim Erheben und Verarbeiten personenbezogener Daten im Rahmen der Persona-Erstellung gelten die Anforderungen der DSGVO. Holen Sie Einwilligungen schriftlich ein, dokumentieren Sie den Verarbeitungszweck und klären Sie offene Fragen mit Ihrem Datenschutzbeauftragten oder einem Fachanwalt.
